| Zeit: | 25. November 2026, 18:00 Uhr |
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Ausgangspunkt von Arthur Schumans Recherche- und Ausstellungsprojet „Horizon/t“ sind zwei historische Bauwerke im deutsch-französischen Grenzland, gelegen zwischen Baden und dem Elsass. Eines davon ist das Denkmal für die Gefallenen des deutsch-französischen Krieges 1870-71. Es befindet sich auf dem Geisberg in unmittelbarer Nähe der Stadt Weissenburg. Das andere ist das Deutsche Weintor, erbaut 1936 in der Gemeinde Schweigen auf deutscher Seite der Grenze. Schuman (Karlsruhe) macht es sich in seinem Projekt zur Aufgabe, die geschichtliche, architektonische und symbolische Einschreibung dieser Monumente in die Landschaft ringsherum filmisch zu erfassen. In einer neuen Videoarbeit wagt er den Versuch einer kollektiven Geschichtsinterpretation, die über Landesgrenzen hinweg auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen in Form radikaler, populistischer Strömungen verweist.
Das im Nationalsozialismus errichtete Weintor zeigt deutlich, dass Architektur weit mehr ist als Baustruktur – als sozialer, historischer und ideologischer Vektor erzählt sie stets auch vom politischen Selbstverständnis ihrer Bauherrn und deren Epoche. Die 2020 vom Architekturprofessor Stephan Trüby (Institut für Raumforschung, Universität Stuttgart) publizierte Recherche „Rechte Räume“ untersucht, wie Architektur und Stadtplanung zum Vektor der neuen Rechten werden. Gibt es tatsächlich eine rechtsradikale oder rechtspopulistische Vereinnahmung des bebauten Raums, und wie wird diese von breiten Gesellschaftsschichten unwissentlich mitgetragen?
In seinem Vortrag in Karlsruhe analysiert Trüby Projekte wie zum Beispiel das sogenannte „Dom-Römer-Projekt, eines Wiederaufbaus des 1944 zerstörten Altstadtviertels Frankfurts, im politischen Kontext von AfD, Rechtsextremismus und Identitären.
MITTWOCH, 25. NOVEMBER 2026 | 18:00 - 19:00
Generallandesarchiv
Nördliche Hildapromenade 3
76133 Karlsruhe
Eintritt frei.